
Die gesamte Aufstellung der Geschichte Tirols erstellte unser EMjr. Emmerich Steinwender. Dafür danken wir ihm von ganzem Herzen.
Einführung
Die gefürstete Grafschaft TIROL, an den wichtigsten Alpenübergängen zwischen DEUTSCHLAND und ITALIEN gelegen, hat schon auf Grund der geographischen Lage eine besondere Ausprägung der Wehrverfassung erhalten. Einer der Hauptgründe ist wohl darin gelegen, dass die freien Bauern TIROLS eine besondere Rechtsstellung hat-ten, die sich nicht zuletzt auf dem Besitzrecht, dem Erbbaurecht gründete. Die Wehrhaftigkeit der TIROLER Bauern, sowie der Bürger in den Städten, äußerte sich in der Überzeugung, Einrichtungen zu schaffen, die den Einsatz der Wehrkraft zur Verteidigung des Landes gegen feindliche Angriffe, oder gar gegen den Versuch fremde Herrschaft mit Gewalt aufzuzwingen, dienten. Diese Einrichtungen bezeichnete man in ihrer Gesamtheit als WEHRVERFASSUNG.
Eine Wehrverfassung allgemein vermag aber noch keine kriegerischen Leistungen zu vollbringen. Das TIROLER Volk setzt sich vor allem aus illyro - keltischen, bajuwarischen und allemanischen Elementen zusammen, die im Laufe der Geschichte immer einen besonderen Sinn für Wehr und Waffen bewiesen haben. Auch der gebirgige Charakter des Landes, verlangt er doch in der Arbeit, sowie in der Abwehr von Naturgewalten besondere Zähigkeit, ist eine positive Voraussetzung für die Entstehung des Wehrwesens, insbesondere aber der landschaftsverbundenen Miliz. (Otto Stolz)
Dieser Verteidigungswille des gesamten Volkes wurde auch von den Landesfürsten bedankt. Bereits Herzog FRIEDRICH IV von Österreich und TIROL, auch genannt FRIEDL mit der leeren Tasche, setzte dem Wappen TIROLS dem TIROLER ADLER auf weißem Grund, als Dank für den kämpferischen Einsatz der Bürger und Bauern zur Wiedergewin-nung des Landes, ein dreizackiges Krönlein auf. Kaiser und Landesfürst von TIROL, MAXIMILIAN I dankte dem Land für die wehrhaften
Tiroler Adler mit Krönlein
und Myrthenkranz

|