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news Adresse
  Bund der Tiroler Schützenkompanien
Brixner Straße 2/1
A-6020 Innsbruck
Tel. +43 512 566610
Fax +43 512 581767

 

Chronik Geschichte Tirol


Entstehung der Scharfschützen

Nach dem Aufkommen der Stachelbüchsen, wie die Feuergewehre genannt wurden, im 16. und 17. Jahrhundert, gab es auch in TIROL eine starke Bewegung in dieser Richtung. In vielen Gemeinden wurden Schießstände errichtet, und die TIROLER übten sich im Schießen. Dies färbte auch auf die Landesverteidigung ab, da man höherorts der An-sicht war, dass eigene Scharfschützenkompanien großen Erfolg hätten. Von den Landesfürsten wurde dieses Schießen ganz besonders gefördert, und sie gaben Preise, meistens in Form von Gebrauchsgütern, die die Bauern brauchten, wie z.B. Hosenstoff etc. Bei der Abwehr des Bayrischen Einfalles in TIROL
im Jahre 1703 hatten sich die Scheiben-schützen sehr bewährt. Die kaiserliche Verordnung vom Jahre 1714 bestimmte dann, dass ein eigenes Scheibenschützenregiment zu formieren sei. 1738 wurde dann eine allge-meine Schießstandordnung für das ganze Land erlassen, um die Scharf- und Scheiben-schützen mehr denn je für die Landesverteidigung heranzuziehen. 1741 wurden dann zwei, und anschließend ein Scharfschützenkorps in vier Regimenter gegliedert, gebildet. Diese Regimenter hatten zwischen 6 und 8 Kompanien mit einer gesamten Stärke von 4.500 Mann. Weil man in diesen Regimentern nicht mehr exerzieren brauchte, wollte so Mancher von der Landmiliz überwechseln. Aus diesem Grunde mußte die Regierung ei-nen Befehl erlassen, der besagt, dass jeder Militiote zuerst bei der Milz seine vier Jahre abzudienen habe, bis er zu den Scharfschützen übertreten konnte.


Aus diesen Schießstandschützen sind dann die Standschützen hervogegangen, die beim Kriegsausbruch mit ITALIEN im Jahre 1915 innerhalb eines Tages 24.000 Mann, gegliedert in 45 Bataillonen, aus den Talschaften mobilisierten und an die Südfront abgingen, um TIROL zu verteidigen. Allerdings waren das Solche, die entweder noch nicht, oder nicht mehr wehrpflichtig waren.
1825 / 162 Schießstände
1849 / 269 Schießstände
1861 / 326 Schießstände
1875 / 330 Schießstände 16.200 Standschützen (inrolliert)
1895 / 361 Schießstände 36.100 Standschützen (inrolliert)
1913 / 444 Schießstände 65.500 Standschützen (inrolliert)

Aufschlüsselung nach Gemeinden im Jahre 1909

NORDTIROL 262 Gemeinden 176 Schießstände
DEUTSCH - SÜDTIROL 291Gemeinden 193 Schießstände
WELSCHTIROL 346 Gemeinden 56 Schießstände

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