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news Adresse
  Bund der Tiroler Schützenkompanien
Brixner Straße 2/1
A-6020 Innsbruck
Tel. +43 512 566610
Fax +43 512 581767

 

Chronik Geschichte Tirol


Im Kaiserreich ÖSTERREICH von 1813 bis 1918

Einige Male versuchten die Zentralstellen in WIEN die Konskription einzuführen, was allerdings nicht erfolgreich war, und daher wieder fallen gelassen wurde. Aus dem TI-ROLER Jägerkorps auch FENNERJÄGER genannt, welche im Jahre 1813 aufge-stellt wurden, ist im Jahre 1815 das Kaiserjägerregiment hervorgegangen, welches in 4 Bataillone gegliedert war.
Um dieses Kaiserjägerregiment zu nähren, wurde 1815 auch in TIROL die Konskription eingeführt. Das jährliche Kontingent welches ausgehoben wurde, betrug 650 Mann. Dies bedeutete, dass auf 1250 Einwohner 1 Mann zu stellen war. Allerdings wurde in dieser allerhöchsten Entschließung darauf hingewiesen, dass das Land TIROL nach dem Landlibell bei Gefahr 20.000 Mann (nach alter Miliz gegliedert) aufzubringen hatte.
Der Zuzug hieß ab sofort Landesschützen, kurz : Schützen. Den Kern des Zuzuges bildeten die Standschützen und den Oberbefehl führte der kaiserliche General in TIROL.
Im Krieg gegen ITALIEN im Jahre 1848 wurden 144 Kompanien mit ca. 16.000 Mann der Landesschützen, sowie der Scharfschützen aufgeboten.
Das Jahr 1864 brachte eine neue Landesverteidigungsordnung für TIROL und VORARLBERG. Darin waren drei Aufgebote vorgesehen :

1. Die organisierten Landesschützen
2. Die Scharfschützenkompanien
3. Der Landsturm vom 20. bis 50. Lebensjahr

Ebenso wurden die Stärken der Kompanien festgelegt. Eine Kompanie sollte mindestens 120, aber nicht mehr als 250 Mann Kampfstärke haben. Die Offiziere wurden selbst gewählt. Als Bewaffnung bekamen diese Aufgebote den ärarischen Jägerstutzen oder Klammbüchsen. Die Bekleidung innerhalb der Kompanie war landesüblich; jeder bekam eine weiß - grüne Armbinde mit Kokarde.
Im Krieg gegen ITALIEN im Jahre 1866 wurden 35 Landesschützenkompanien, 14 Scharfschützenkompanien mit insgesamt 6700 Mann, sowie der Landsturm von SÜDTIROL mit 36.000 Mann aufgeboten
Nach dem Landesverteidigungsgesetz für TIROL und VORARLBERG aus dem Jahre 1870/71 bestand die Landesverteidigung in TIROL aus drei Teilen :

  • Truppen des Heeres (Kaiserjäger usw.)
  • Landwehr (= Landesschützen, im neueren Sinn der Bedeutung)
  • Landsturm.

Als Stütze der Landesverteidigung wurden die Schießstände im Jahre 1874 ausdrücklich genannt.
Um dem Schießwesen eine besondere Note zu geben, wurde im Jahre 1895 verfügt, dass jeder einrollierte (eingeschriebene) Standschütze, welcher ein vorgeschriebenes Schießprogramm erfüllt, von der letzten Waffenübung bei den Landesschützen befreit sei.
Die Landesverteidigungsordnung vom Jahre 1913 brachte eine einschneidende Regelung für die Standschützen und Schützenkompanien. Im Artikel 17 wurde festgelegt, dass die Schießstände und alle anderen Körperschaften von militärischen Charakter als "landsturmpflichtig" erklärt wurden, und die Heeresleitung diese zu Wehrzwecken heranziehen konnte.
Als der erste Weltkrieg im Jahre 1914 ausbrach, wurden sofort in TIROL die Kaiserjäger, die Landesschützen und der Landsturm auf "KRIEGSFUSS" gebracht, was Mobili-sierung bedeutete.
Die Standschützen wurden erst auf Befehl des Kaisers vom 18. Mai 1915 aufgeboten und an die Südfront gebracht. Sie hatten eine hechtgraue Uniform, waren mit deutschen Mausergewehren bewaffnet, da zuwenig Repetiergewehre der österreichischen Armee vorhanden waren, und - mit Stolz - trugen sie am Kragenaufschlag den TIROLER ADLER aus gelben Metall
Mit Ende des ersten Weltkrieges - und Untergang der Monarchie - war auch die Aufgabe der Schützen für die Landesverteidigung in TIROL zu Ende.

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