Bund der Tiroler Schützenkompanien    • Brixner Straße 2/1    • A-6020 Innsbruck    
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Viertel Unterland
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Viertel Unterland Wappen

Das Viertel Unterland besteht aus:

Regiment Zillertal 15 Kompanien – Regimentskommandant Mjr. Herbert Empl
- Bataillon Vorderes Zillertal, Bat. Kmdt. Hptm. Günther Schweinberger
- Bataillon Mittleres Zillertal, Bat. Kmdt. Hptm. Martin Kammerlander
- Bataillon Oberes Zillertal, Bat. Kmdt. Hptm. Fritz Sandhofer


Bataillon Schwaz 16 Kompanien – Bataillonskommandant Mjr. Karl-Josef Schubert

Bataillon Kufstein 22 Kompanien – Bataillonskommandant Mjr. Hermann Egger (seit 1980 Bat. Kmdt.)

Bataillon Wintersteller 16 Kompanien  – Bataillonskommandant Mjr. Hans Hinterholzer

Mit einem Aktuellen Mitgliederstand von 4771 Aktiven Mitgliedern ( 4049 Schützen, 329 Marketenderinnen, 259 Jungschützen und 58 Jungmarketenderinnen) von 69 Kompanien, ist das Schützenviertel Unterland das Mitgliederstärkste der Vier Viertel im Bund der Tiroler Schützenkompanien.
 

Die Grundsätze des Bundes der Tiroler Schützenkompanien wurden in Anlehnung an die Präambel der Tiroler Landesverfassung festgelegt.

Sie sind somit integraler Bestandteil eines tiefen Bekenntnisses zu unserem Land und seiner Geschichte.
 

Die Treue zu Gott und dem Erbe der Vorfahren,
 
der Schutz von Heimat und Vaterland,
 
die größtmögliche Einheit des ganzen Landes,
 
die Freiheit und Würde des Menschen,
 
die Pflege des Tiroler Schützenbrauches.


Stand: 9.9.2017
gem. Beschluss der a.o. Bundesversammlung in Absam

Tiroler Landesordnung 1989 im Volltext - PDF (~ 0,3 MB)
Die Grundsätze des Bundes der Tiroler Schützenkompanien - PDF (0,2 MB)
 

Die Viertelkommandanten vom Viertel Unterland von 1966 bis heute:
  • 1966 – 1987 Mjr. Adolf Nagiller
  • 1987 – 1993 Mjr. Hermann Egger
  • 1993 – 2017 Mjr. Johann Steiner
  • 2017 -           Mjr. Manfred Schachner
Am 16. Februar 2017 wurde der langjährige Viertelkommandant Mjr. Johann Steiner zum „Ehren-Major vom Viertel Unterland“ ernannt.
 

Viertelkommandant Major Manfred SCHACHNER

Schachner / Viertel Kmdt. Unterland / Zum Vergrößern auf das Bild klicken


 

Der neugewählte Ausschuss des Viertels Unterland

 
 Der Neue gwählte Ausschuss 2017 / Maier Willi Wörgl / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
v. l. n. r. vorne: Obm. Ernst Jenewein, Mjr. Manfred Schachner, Bianca Keiler, Hptm. Georg Huber
v. l. n. r. hinten: Lt. Mario Moser, Ojg. Derek Paul, Michael Gollner
Nicht im Bild Viertelschießwart E-Hptm. Josef Ager.
 

Die elf Leitmotive des Bundes der Tiroler Schützenkompanien im Überblick

 

1. Aktives und soziales Engagement in und mit den Kirchen
Wir bekennen uns zum christlichen Glauben. Durch eine aktive und vorbildhafte Teilnahme an kirchlichen Festen und Anlässen bekräftigen wir Tiroler Schützen unser Eintreten für das religiöse Bekenntnis. In diesem Glauben gedenken wir auch der Opfer der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Tiroler Geschichte. Im sozialen Wirken bestärken wir Tiroler Schützen durch vielfältige Tätigkeiten unsere Treue zum Glauben. Wir unterstützen unsere Pfarreien in ihren Aufgaben sowie Herausforderungen und fördern die Zusammenarbeit mit den Pfarrgemeinden.

2. Konsequente Arbeit in Gesellschaft und Gemeinschaft
Wir bekennen uns zur wechselvollen Geschichte unseres Landes. Verantwortungsbewusst setzen wir uns auch mit den Schattenseiten unserer Geschichte auseinander. Dies gilt insbesondere für die Zeit des Nationalsozialismus. Diese Jahre waren auch bei uns Schützen vielfach geprägt von Willfährigkeit gegenüber den Machthabern, der Duldung intoleranter Geisteshaltung, von Missbrauch der Tradition sowie von Ausgrenzung und Verfolgung. Aus dem Verantwortungsbewusstsein für unser Land und die Bevölkerung entwickeln wir zukunftsfähige Strategien für unsere Arbeit in Gesellschaft und Gemeinschaft. Wir bringen uns aktiv in das Leben der Stadt- und Dorfgemeinschaften ein und fördern soziale und gemeinnützige Projekte. Wir engagieren uns - basierend auf unseren Grundsätzen und Werten- in wesentlichen Bereichen der Gesellschaft und realisieren außerdem initiative Projekte im Kultur-, Sozial- und Umweltbereich.

3. Gelebte Grundsätze auch durch strukturierte Bildungsarbeit
Unsere Grundsätze "die Treue zu Gott und dem Erbe der Vorfahren, der Schutz von Heimat und Vaterland, die größtmögliche Einheit des ganzen Landes, die Freiheit und Würde des Menschen, die Pflege des Tiroler Schützenbrauches" sind essentielle Bestandteile des Tiroler Schützenwesens und Grundlage unseres Denkens und Handelns. Diese Grundsätze interpretieren wir zeitgemäß und betrachten dies als Bildungsauftrag für die Zukunft. Eine strukturierte Bildungsarbeit in den Kompanien und Bataillonen sehen wir als permanenten Auftrag. Daher ist die Bildungsarbeit zu intensivieren und auszubauen.

4. Tiroler Identität und Landeseinheit: Unsere Treue zur Heimat
Wir stehen zum historischen Tirol als unsere Heimat und verstehen diese als geographisch und geschichtlich definierten Raum. Wir bekennen uns zur Tiroler Identität, die auf die historischen Freiheiten des Landes zurückgeht. Wir pflegen die größtmögliche Einheit unseres Landes durch gelebte Freundschaften, Partnerschaften und Kooperationen. Die verstärkte und verschränkte Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsstruktur, besonders innerhalb der Landesteile des historischen Tirol, schafft Identität für den gemeinsamen Kultur-, Wirtschafts- und Lebensraum. Die Tiroler Schützen verstehen sich als positive Kraft dieses Landes und sehen in ihrer historischen Aufgabe der Landesverteidigung heute die Verteidigung und Förderung der Tiroler Identität.

5. Tracht und Brauchtum als Ausdruck der Landesidentität
Tracht und Brauchtum verbinden und schaffen Zusammenhalt in den Regionen. Wir sehen in der Tracht die historische und traditionelle Kleidung der Tiroler Landesidentität. In der Tracht widerspiegeln sich die Regionen und Talschaften. Somit stärkt die Tracht unser Heimatbewusstsein, unsere Wurzeln und gesellschaftliche Bedeutung. Wir sehen das Tiroler Schützenwesen und die damit verbundenen Bräuche als Ausdruck von Herkunft, Tradition und Kultur unseres Landes. Wir tragen unsere historischen Waffen als äußeres Zeichen der Freiheit und bewahren den Schützenbrauch auch durch die Pflege des Schießsportes. Wir stehen dafür ein, dass Traditionen und Brauchtum in Tirol mit Sorgfalt, behutsam und gewissenhaften Engagement gepflegt und bewahrt werden.

6. Wertschätzung der Frauen im Tiroler Schützenwesen
 
Frauen sind kompetente und wertgeschätzte Mitgestalterinnen im Tiroler Schützenwesen. Sie bewahren durch ihre Mitgliedschaft, Teilnahme und Mitarbeit die Tiroler Tradition und pflegen unser Brauchtum. Frauen sind in ihren jeweiligen Vereinsfunktionen wesentliche Trägerinnen des Tiroler Schützenwesens und gestalten dieses in aktiven, inaktiven und außerordentlichen Mitgliedschaften gleichberechtigt mit. Wir wollen die Zukunft im Bund der Tiroler Schützenkompanien gemeinsam mit Frauen und Männern gestalten.
7. Verantwortungsbewusste Jugendarbeit
Die verantwortungsbewusste Jugendarbeit im Tiroler Schützenwesen ist getragen von hoher und gegenseitiger Wertschätzung. Als Grundlage dafür sehen wir eine offene Kommunikation mit Eltern, innerhalb der Kompanie sowie anderen Organisationseinheiten, Vereinen oder Verbänden. Es ist unser erklärtes Ziel, den Kindern und der heranwachsenden Jugend Unterstützung zu bieten, sie zu begleiten, Orientierung zu geben und ihre Entwicklung zu fördern. Dabei steht das Kindeswohl stets im Mittelpunkt. Jungmarketenderinnen und Jungschützen reifen mit zunehmendem Alter zu vollwertigen Mitgliedern in den Kompanien heran. Dem entsprechend sind sie verantwortungsvoll und verantwortlich in die Vereinsarbeit einzubinden.

8. Zeitgemäße Strukturen und Entwicklung der Organisation
Die demokratische Legimitierung der Funktionsträger zählt zu den Grundsätzen im Tiroler Schützenwesen. Wir setzen uns dafür ein, die Organisation und Struktur innerhalb des Verbandes zeitgemäß auszugestalten und Paralellstrukturen abzubauen - auch um schnellere Entscheidungsprozesse bewirken zu können. Durch klare und einheitliche Strukturen wird eine bessere, breiter aufgestellte Verteilung der Aufgaben gewährleistet. Auf diese Weise werden unsere Hauptfunktionsträger entlastet. Die Integration insbesondere jüngerer Mitglieder, sowohl von Frauen und Männern, in die verschiedenen Funktionen der Organisation soll das Verantwortungsbewusstsein der TrägerInnen des Schützenswesens für die Weiterentwicklung des Tiroler Schützenwesens fördern.

9. Festkultur als Förderer der Gemeinschaft
Unsere Schützenfeste sind wesentlicher Bestandteil unserer Volkskultur und unseres gelebten Brauchtums in Tirol. Die Schützenfeste sehen wir als wichtiges Zusammentreffen von Gleichgesinnten innerhalb unseres Verbandes an. Außerdem öffnen wir uns einer breiten Bevölkerung, die aktiv eingebunden wird. In der Ausgestaltung des Programmes von Schützenfesten wird besonderes Augenmerk auf unsere Werte als Tiroler Schützen gelegt, die entsprechend darzustellen und zu kommunizieren sind. Um die Interaktion zu fördern und die Schützengemeinschaft zu stärken, setzen wir uns dafür ein, dass ortsübergreifende und regionsverbindende Schützenfeste ein Mal jährlich grundsätzlich an Sonntagen stattfinden.

10. Exerzieren: Sicherheit, Exaktheit und Einheitlichkeit
Die geschichtlichen Wurzeln der Tiroler Schützen stehen im Zusammenhang mit dem früheren System der Landesverteidigung. Das Tiroler Schützwesen ist deshalb militärisch organisiert. In der militärischen Organisation jeder Kompanie setzen wir ein einheitliches und exaktes Auftreten um. Dabei wird die Einheitlichkeit der Exerziervorschriften des Bundes der Tiroler Schützenkompanien gefördert. Dabei ist uns bewusst, dass regionale Ausprägungen die Vielschichtigkeit unseres Schützenwesens zeigen. Wir motivieren unsere Marketenderinnen und Schützenkameraden zum verlässlichen Ausrücken - auf Kompanieebene, aber auch außerhalb der Gemeinde- und Bataillonsgrenzen. Durch verantwortungsvolle Schulungen und Maßnahmen - insbesondere im Umgang mit den Waffen - steht die Sicherheit unserer Mitglieder an oberster Stelle.

11. Kommunikation: "Tue Gutes und sprich darüber!"
Die Kommunikation nach Innen und nach Außen sehen wir als wesentliches Element im Austausch und in der Vernetzung der Mitglieder, der Öffnung und Transparenz gegenüber der Bevölkerung, aber auch der Kenntnis und dem Verständnis von schützenrelevanten Themen an. Wir setzen uns dafür ein, offen und breit zu kommunizieren und dabei weitestgehend alle Kommunikationswege intern wie extern zu nutzen. Dabei gilt das Motto: "Tue Gutes und sprich darüber!" Durch eine durchgängige Weitergabe von Informationen über Vorhaben, Aufgaben und Aktivitäten innerhalb der Verbandsstrukturen stärken wir das Bewusstsein unserer Mitglieder.
 
 
Autor: Gollner Michael
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