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Altes Brauchtum: Die Grabwache der St. Veiter Schützen
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 (c) Ottilie Stemberger
Bericht im Bezirksblatt Osttirol / 10. April 2017
1832 konnte zum ersten Mal die Christusfigur im Heiligen Grab in St. Veit in Defreggen bestaunt werden. Geschaffen vom St. Veiter Künstler Michael Erlsbacher wird Christus seit vielen Jahrzehnten von vier Schützen am Karfreitag am HeiligenGrab bewacht.

Jede halbe Stunde wird die Wache abgelöst. Der St. Veiter Brauch ist einer der letzten seiner Art in ganz Tirol.
Heuer, zum Jubiläum, wurde die 185 Jahre alte Christusfigur vom Bildhauer und Schnitzer Hans Planer vorsichtig restauriert, das Heilige Grab wurde zur Gänze neu und professionell gebaut.

Die "Heiligen Gräber" sind nur in wenigen Kirchen das ganze Jahr zu sehen, meist werden sie nur während der Karwoche und der Ostertage aufgestellt. Den typischen Schmuck mit bunten Glaskugeln, die von Kerzen oder Öllichtern beleuchtet werden und ein ganz besonderes, sehr stimmungsvolles Farbenspiel erzeugen, erhalten sie nur in der Karwoche.
Ab Karfreitag wird der Leichnam Christi für alle sichtbar "als Liegender" im Grab ausgsestellt.

St. Veit in Defreggen ist eine der ältesten Gemeinden in Tirol in der am Karfreitag das Ostergrab von den Schützen bewacht wird. Zwischenzeitlich gibt es nur noch wenige Schützenkompanien in Tirol die die Grabwache halten. Nach der Leidensgeschichte tragen die Schützen der Reimmichl-Schützenkompanie das Grab Jesu Christi mit dem Christuskörper in die Pfarrkirche zum Altar, wo anschießend die Musikkapelle den Trauermarsch spielt.
Das Grab Jesu Christi wird dann von einer 6-köpfigen Schützenabordnung während der Anbetungsstunden und den "Sieben Worte Jesu" abwechselnd bis in die Abendstunden bewacht. Die Feier vom Leiden und SterbenChristi wird in der St. Veiter Pfarrkirche um 15:00 Uhr gefeiert.
Ottilie Stemberger / Grabwache St. Veit / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
 


 
Autor: Hans Ebner / Bezirksblatt Osttirol
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