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Drum geloben wir aufs Neue, Jesu Herz dir ew'ge Treue
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 (c) glaube.org
Die Herz-Jesu-Feierlichkeiten am kommenden Wochenende haben für die Tiroler Schützen eine wichtige Bedeutung: die Verehrung des heiligsten Herzen Jesu ist unweigerlich mit uns verbunden.
Ursprünglich geht die Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung vor allem auf die Jesuiten zurück.
In Tirol steht sie allerdings in engem Zusammenhang mit der Zeit rund um die napoleonisschen Kämpfe: Im April 1796 wurde unser Land Tirol in Kriegsbereitschaft versetzt. Dies hatte zur Folge, dass sich ein aus 24 Mitgliedern bestehender Ausschuss der Tiroler Landstände bildete. Diese Männer trafen in Bozen zusammen, um über weitere Vorgehensweisen zu beratschlagen. Der Stamser Abt Sebastian Stöckl schlug schließlich dem Tiroler Landtag die Idee von Anton Paufler - Pfarrer von Wildermieming - vor, das Land dem "Heiligsten Herzen Jesu" anzuvertrauen und so göttlichen Beistand zu erhalten.
musikland-tirol.at / Abt Sebastian Stöckl
Abt Sebastian Stöckl

Die Folge war ein bis dahin noch nie erlebter Zulauf an Freiwilligen zum Tiroler Landsturm. Als schließlich Hofers Truppen in der Schlacht gegen Franzosen und Bayern überraschend siegten, wurde der Herz-Jesu-Sonntag zum hohen Feiertag. Er wird immer am zweiten Sonntag nach dem Fronleichnamsfest mit Gottesdiensten und Prozessionen gefeiert.

Weerberg feiert als einziger Ort Tirols jedes Jahr an einem Freitag das Herz-Jesu-Fest, nach dem alten Tiroler Gelöbnis von 1796. Neben den örtlichen Vereinen, der Weerberger Herz-Jesu-Bruderschaft und zahlreichen Schützenabordnungen nehmen auch zahlreiche kirchliche und weltliche Würdenträger an dieser Prozession teil.
kirche4you.at / Herz-Jesu-Prozession Weerberg / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Herz-Jesu-Prozession am Weerberg

In engem Zusammenhang mit den Herz-Jesu-Feierlichkeiten stehen natürlich auch die Herz-Jesu-Feier: der Brauch entstand im Jahr 1796 im Bozner Raum und hatte einen eher praktischen Hintergrund: damals gab es nicht viele Möglichkeiten mit entfernten Landsleuten zu kommunizieren, deshalb wurden auf den Berggipfeln Signalfeuer entzündet um den Landsturm einzuberufen.
Heute werden die Feuer oft in Form von Herzen, Kreuzen oder Schriftzügen ("INRI" oder "IHS") entzündet und so der Bund mit dem Herzen Jesu jedes Jahr erneuert.
 
meinbezirk.at / Herz Jesu Feuer / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
 

 


 
Autor: Mair Martina
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