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Jahresmotto 2013 "Aus den Quellen schöpfen"
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Aus den Quellen schöpfen Jahresmotto 2013 (c) Stadtwerke Hall
Besinnliche Worte zum Jahresmotto von Landeskurat Msgr. Josef Haselwanner
Was will unser Jahresmotto – „aus den Quellen schöpfen“. Wohl vor allem ein Sich-Stellen unseren Grundsätzen. Es geht darum, sie sich immer wieder bewußt zu machen, sie auszuloten, sie zu hinterfragen, was bedeuten sie uns, was bewirken sie in mir, auch hinein in die Gesellschaft. Was an ihnen ist der bleibende Schatz un ihre Tiefe, was an ihnen ist belebender Quell, was vielleicht am Versickern, Verdunsten, gerät gar in Vergessenheit, ist eventuell antiquiert und drängt zu so mancher Erneuerung.
Müssten sie für uns Schützen – neben der Frohen Botschaft Jesu, aus der heraus sie wohl entstanden und formuliert wurden – nicht Kraftquellen, Urgrund zum Verständnis unseres Schützen-Seins, unseres Denkens, Fühlens und Handelns sein.
Wahrhaftig, die Welt, wie wir sie gerade heute in all ihrer Verstricktheit an das Böse aber auch Gute, das bedrückende aber auch Hoffnungsvolle, an das Beängstigende und Mut-Machende, und auch die Menschen, in ihrem Suchen und Tasten, in ihrer oft Ausweglosigkeit, dem erfahren von Hilflosigkeit und Einsamkeit, dem Erleben von Egotripp, Entsolidarisierung und Ausgenutzwerden, der Erfahrung von Gewalt und Unfrieden, ja sie brauchen Werte wie sie uns in den Grundsätzen vorgegeben sind.

Denn Gott und Glaube (gelbter und praktizierter, dienender und nicht herrschender, Glaube der icht im Aufsteigen, nein vielmehr im Hinabsteigen, Hinabneigen, im Hinwenden besteht wie der Jesuit henri Nouwen, der Franziskaner Rohr, Bischof Kreutler und viele andere meinem) Gott und Glaube, Jesu Botschaft wird wieder gefragt in der Suche nach Antworten auf die Fragen: Wer bin ich, woher komm ich und wohin geh ich. Der Mensch sehnt sich wieder und sucht Liebe, das heißt Familie, Freundeskreis, Gemeinschaft, Geborgenheit, Heimat.
Er braucht Orte, an denen er sein darf, der er ist, an denen er erst – und angenommen wird, an denen er sich entfalten kann.
Und wenn der Mensch heute auch auf seine persönliche Freiheit bedacht ist, lehnt er es dennoch nicht ab, ihre legitimen Grenzen anzuerkennen, um so seinen sozialen Pflichten entsprechen zu können. Und immer mehr wird uns bewusst, dass der Globalisierungstrend uns vereinsamt und wir auch immer wieder gegen allen Streß, allen Leistungsdruck das Fest und das gemeinsame Feiern, ließ den Sonn- und Festtag, uns nicht entreißen lassen dürfen.

Ist es da nicht Pflicht und Aufgabe eines jeden Schützen, sich zur Quelle zu begeben, dort zu tanken, bewährtes zu schützen und zu bewahren. Ballast und Verunreinigtes abzuschütteln, frisch Hervorquellendes und Belbebendes zu erkennen und zu verwirklichen.
Es gilt uns da wohl das Wort des Psamlisten: „Lasst freudig uns schöpfen lebendiges Wasser, aus den Quellen des Heils.“ Lasst es und nicht nur schöpfen, nein auch weitergeben an alle.
Autor: Msgr. Josef Haselwanner
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