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Landesjungschützenschießen 2021 ABGESAGT!!
Multivisionsshow mit Extrembergsteier Kammerlander
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 (c) Sprenger Martin
Die Schützenkompanie Weerberg veranstaltung am 02.November 2013 eine Multivisionsshow mit Hans Kammerlander.
 
 
Multivisionshow mit Hans Kammerlander am 02. November 2013 im Centrum Weerberg
 
 

 
Mit Erinnerungen hat sich dieser Mann nie begnügt. Neue Ziele waren ihm stets wichtiger als der Blick zurück. Hans Kammerlander wurde als sechstes Kind einer Bergbauernfamilie in Ahornach im Südtiroler Tauferer Ahrntal geboren. Die Mutter starb früh. Hans war erst zehn Jahre alt. Der Vater, Schuster und Bauer von Beruf, war ein strenger, aber gütiger Mensch. Die Erziehung übernahm die älteste Schwester.
 
Als 8-jähriger bestieg Hans Kammerlander seinen ersten Berg. Heimlich folgte er einem Touristenpaar auf den Großen Moosstock (3059 m), oberhalb seines Heimatdorfes Ahornach. Erst am Gipfel wurde er entdeckt. Doch statt der erwarteten Ohrfeige gab es einen Apfel und einen grandiosen Ausblick, der das weitere Leben des Bergbauernbuben grundlegend verändern und nachhaltig bestimmen sollte. An diesem Tag begann ein Weg, von dem niemand ahnte, wie weit hinaus, und vor allem wie hoch hinauf er führen würde.
 
In den folgenden Jahren mehrten sich die alpinen Unternehmungen, und mit ihnen stieg das unkontrollierte Risiko. 1971 erfuhr der um zehn Jahre ältere Bruder Alois, der damals bereits in Bozen lebte und selbst ein begeisterter Kletterer war, von den waghalsigen Touren des inzwischen 15-jährigen Hans. Alois Kammerlander meldete seinen Bruder zu einem Kletterkurs an, damit er den Umgang mit Seil, Haken und Karabinern lernte. An der Seite des älteren Bruders unternahm Hans Kammerlander schließlich auch die ersten großen Klettertouren in den Nordwänden von Langkofel und Peitlerkofel. Vom Gipfel aus sah er weit entfernt sein Heimatdorf – und unzählige neue Ziele.
 
Seine Freizeit war ausgefüllt mit Klettertouren, dem Sammeln von Gipfeln und extremen Bergläufen, die Kammerlander sechs Jahre lang auch wettkampfmäßig betrieb. Nur etwas mehr als eine Stunde benötige er für die 1600 Höhenmeter vom heimatlichen Hof bis hinauf auf den Dreitausender Moosstock. Die schwere Arbeit an den steilen Hängen des Bergbauernhofs und eben diese Bergläufe waren die Grundlage für seine bemerkenswerte Kondition und Zähigkeit und fürsein Durchhaltevermögen.
 
 Die weitere alpine Entwicklung Kammerlanders wurde auch von außerge-wöhnlichen Freunden geprägt. Werner Beikircher war der Partner für die großen Touren im kombinierten Fels-Eis-Gelände und in den klassischen Nordwänden von Matterhorn, Eiger und Grandes Jorasses.
 
Kammerlander erfüllte sich früh einen Lebenstraum und machte sein Hobby zum Beruf. Schon mit 21 Jahren legte er die staatlichen Prüfungen ab und wurde Bergführer und Skilehrer. Das war auch die Zeit, in der er Friedl Mutschlechner kennen lernte. Der zur damaligen Zeitwohl beste Kletterer Südtirols wurde ihm zum Freund und Lehrmeister im schweren Fels der Dolomiten. Wenn die beiden nicht zusammen auf Tour waren, kletterte Kammerlander in diesen extrem risikoreichen Jahren immer häufiger auch allein – solo, ohne Seil und ungesichert.
 
 
 
 Eintrittspreise: Vorverkauf:   EUR 20,00
                           Abendkasse: EUR 22,00

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Autor: Sprenger Martin
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