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SK-Oberhofen Kurzchronik
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 (c) SK Oberhofen
2002 Wiedergründung
Die im Jahre 2002 wiedergegründete Schützenkompanie Oberhofen kann auf eine langjährige
Tradition zurückblicken.
In Ausführung der Verpflichtungen des Landlibells von 1511 ist in unserem Bereich bereits im 17.
Jahrhundert eine Schützenkompanie des Gerichtes Hörtenberg bekannt. In den Kriegsjahren
1796/97 und 1799/1802 waren Hörtenberger Scharfschützen im Engadin, im Paznaun und bei
Sterzing im Einsatz. Im Jahre 1805 kam es zu schweren Kämpfen im Leutascher- und Scharnitzer
Raum.
 
Im November1809 hatte die Schützenkompanie Oberhofen nach Aufzeichnungen der bayerischen
Verwaltung unter Hauptmann Georg Witting eine Stärke von 122 Mann. Bei dem Gefecht um die
Innsbrucker Innbrücke am 11. April 1809 kam der Bauernsohn Johann Keil durch einen feindlichen
Bajonettstich ums Leben. Der Schmied Josef Trenkwalder wurde am 09. August 1809 bei den
Kämpfen um die Telfer Innbrücke durch einen Schuss getötet.
Erst Ende des 19.Jahrhunderts wurde in Oberhofen wieder eine  Schützenkompanie unter
Hauptmann Rudolf Puelacher gebildet. Ein eigener Schießstand ist seit dem Jahre1898  bekannt,
eine eigene Fahne wurde 1899 geweiht. Im I. Weltkrieg kämpften Standschützen aus Oberhofen im
Rahmen des Standschützen-Bataillons III (Telfs-Hörtenberg) an der Südfront. Aufgrund der vielen
Gefallenen und Vermissten wurde in Oberhofen die Schützenkompanie nach dem Ende des I.
Weltkrieges nicht mehr aktiviert.

Nachdem sich das Schützenwesen nach dem II. Weltkrieg  in allen Landesteilen prächtig
entwickelte, wurde in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts auch eine Wiedergründung der
Schützenkompanie Oberhofen angedacht. Die Proponenten scheiterten aber daran, dass sich kein
Oberhofer als Schützenhauptmann zur Verfügung stellen wollte.
Im Jahre 2001 war es dann so weit, dass es am 26. November 2001 zur Wiedergründung der
Schützenkompanie Oberhofen kommen konnte. Der Vereinsbehörde wurden als Obmann Bruno
Waldhart, als Kassier Klaus Mader und als Schriftführer Martin Thaler namhaft gemacht.
Die Wiedergündungsversammlung fand am 06. Jänner 2002 statt und zu Fronleichnam konnte die
Kompanie erstmals ausrücken. Das Wiedergründungsfest fand am 18. August 2002 bei strahlend
blauem Himmel und unter großer Beteiligung der Bevölkerung statt. Am 01. Juni 2003 wurde die
neue von KR Bmst. Josef Fritz gestiftete Kompaniefahne bei einer Beteiligung von 17
Gastkompanien feierlich eingeweiht.
Die Schützenkompanie Oberhofen hat sich seit ihrer Wiedergründung als fixer Bestandteil des
dörflichen Lebens etabliert und rückt zu den verschiedensten kirchlichen und weltlichen Anlässen in
stattlicher Stärke aus. Darüber hinaus wird im eigenen Schützenheim mit modernsten Schießständen
das Schießwesen, die Kameradschaft und Geselligkeit sowie das Jungschützenwesen gepflegt. Ein
besonderes Anliegen sind beste und freundschaftliche Kontakte zu allen Oberhofer Vereinen und die
Mithilfe bei dörflichen Anliegen. Einen Höhepunkt im Schützenjahr stellt das Austragen des
Friedenslichtes am Heiligen Abend an alle Oberhofer Haushalte dar.

Kompaniefoto 2002 Wiedergründung
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Bilder 2003 Fahnenweihe

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Schloss Hörtenberg
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Autor: Sk Oberhofen
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