Bund der Tiroler Schützenkompanien    • Brixner Straße 2/1    • A-6020 Innsbruck    
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Thierberger Schützen
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 (c) Schachner
Wiedergründung: 1972


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Obmann: Matthias Kurz
Tel: 0650/8280378
e-mail: obmann.thierberg@gmail.com

Hauptmann: Markus Diebold
Tel: 0650/2238914
e-mail: hptm.thierberg@gmail.com

Kompaniestärke: 65
  • 53 Schützen 
  •   3 Jungschützen
  •   4 Jungmarketenderinnen
  •   5 Marketenderinnen
 

Kurzchronik:

Die Thierberger Schützen, sie nennen sich auch „Die Thierberger“, bestehend aus Schützengilde und Schützenkompanie, leiteten ihren Namen von der im 18. Jahrhundert aus der Hofmark Thierberg in Kufstein entstanden Gemeinde Thierberg ab. Der Thierberg, ein bewaldeter Bergrücken westlich des Inns, fand schon frühgeschichtlich Erwähnung. Führte doch die Römerstrasse von Matzen bei Brixlegg kommend über Neuhaus am Thierberg nach Eichelwang und weiter Richtung München. Der Gemeinde Thierberg wurde im Jahre 1848 ein eigener K.u K. Schiessstand von der hohen Obrigkeit genehmigt. Ende 1848 verzeichnete der neue Schiessstand beim Edschlössl bereits 50 Standschützen. Vor Ausbruch des ersten Weltkrieges verfügte ganz Nordtirol schon über ein geordnetes Schützenwesen. Die Schützenkompanie Thierberg bildete damals den 1. Zug der Schützenkompanie Kufstein.
  
 
Im Jahre 1922 erfolgte unter der Federführung des Gastwirtes Alfons Nocker die Gründung der Schützengilde Thierberg als Nachfolger der 1918 aufgelösten Standschützen. Bereits am 16. November 1924 fand am Schiessstand beim Edschlößl das erste KK-Auslöschschiessen statt. Am 14. Mai 1951 konnte die neue Schützenfahne am Lehenhof unter Fahnenpatin Frau Dr. Gerda Henkel geweiht werden. Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung war 1954 die Einweihung des neuen KK-Schiessstandes in Morsbach. Dieser Schiessstand bildete mit Schützenheim den geselligen Mittelpunkt für alle Schießwettbewerbe, Schützentreffen und kulturellen Veranstaltungen im Kufsteiner Stadtteil Zell.
Nach dem Brandunglück im April 2002 wurde der Schiessstand wieder hergestellt und das Schützenheim mit einem vielseitig verwendbaren Veranstaltungsraum ausgestattet. Für das alljährliche stattfindende Auslösch- und Königsschiessen wurde von der Gilde die Schützenkönigskette gestiftet. Der Schützenkönig wird mit dem besten Schuss auf der Königsscheibe ermittelt. Die Schützengilde unter Oberschützenmeister Anker Johannes hat weit über hundert Mitglieder. Sie befasst sich sehr wesentlich mit der Ausbildung ihrer Schützen und Jungschützen und mit der Durchführung von Schießwettbewerben innerhalb und außerhalb der Gilde. Zusammen mit der Schützenkompanie Thierberg haben sich die „Thierberger“ die Erhaltung der Wallfahrtskirche Thierberg, die Renovierung und Ausgestaltung des Bergfrieds (ehem. Wehrturm) als Aufgabe gestellt. Im neu renovierten Bergfried wurde mit Hilfe des derzeitigen Besitzers, Christoph Henkel, und unter der Patronanz der Thierberger Schützen mit Martin Wagner und zahlreichen Sponsoren ein Aussichtsturm mit Museum ausgebaut.
 
                                   Die Schützenkompanie Thierberg
 
Die Schützenkompanie Thierberg wurde im Jahre 1975 wiedergegründet. Sie wird derzeit von Hauptmann Kapfinger Peter befehligt. Etwa 40 Gewehr tragende Schützen mit ihren Offizieren stehen unter seinem Kommando. Durch ihre Teilnahme an den verschiedenen kirchlichen und weltlichen Feierlichkeiten tragen sie maßgeblich zur Erhaltung Tiroler Tradition bei. 

Die Wallfahrtskapelle.
 
Die heutige Wallfahrtskapelle zum Hl. Johannes dem Täufer wurde bereits im Jahre 1315 in dem Aufzeichnungen über die Diözese Freising als Filiale der Pfarrkirche Langkampfen erwähnt. Sie dürfte als Schloßkapelle gebaut und ausgestattet worden sein. Durch die Gründung der Bruderschaft des Hl. Johannes im Jahre 1676, die eine Reliquie des Hl. Johannes auf dem Thierberg zur Verehrung ausstellte, wurde die Kapelle weitum bekannt und viel besucht. Sogar ein eigener Kaplan betreute zeitweise diese Wallfahrt. Am 3. Dezember des Jahres 1700 wurde die Kapelle durch eine schwere Feuersbrunst fast völlig zerstört, anschließend aber wieder aufgebaut. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts befindet sich eine Muttergottesstatue, „Die Thierberger Muttergottes“ in der Wallfahrtskirche. Die Statue stammt aus einem Frauenkloster in München. Es ist eine Nachbildung des Gnadenbildes von Montserrat in Spanien “Maria mit dem Jesuskind und Granatapfel“.
 
Bis vor einigen Jahren lebte noch ein Einsiedler auf dem Thierberg. Derzeit sind es die Thierberger Schützen, die die Einsiedelei und den Bergfried betreuen. Die Wallfahrtskirche Thierberg mit dem Bergfried gilt als weithin sichtbares, zweites Wahrzeichen Kufsteins, das jahraus, jahrein von vielen Gläubigen und Touristen gerne besucht wird.
 
 
 
 
                            


 

Autor: Schachner Manfred
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