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Totengedenken: Ein Seelensonntag im Stillen!
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 (c) Thomas Saurer
Totengedenken 2020 — Das heurige Jahr bringt viele Herausforderungen mit sich. Coronabedingt können Gedenken am Seelensonntag gar nicht und wenn, dann nur in eingeschränktem Maße stattfinden. Die Tiroler Schützen und Marketenderinnen erinnern im Rahmen der Totengedenken 2020 im Stillen ...
„Wir Schützen und Marketenderinnen gedenken der Gefallenen der Kriege, der in Kriegsgefangenenlagern Verstorbenen, der unschuldig Ermordeten, der zivilen Opfer und der Opfer von Gewaltherrschaft und Diktatur. Wir halten die Erinnerung deshalb gerne wach, weil man die Vergangenheit kennen muss. Nur so können wir die Gegenwart verstehen und an der Zukunft bauen. Die Freiheit und Würde des Menschen ist in den Grundsätzen der Tiroler Schützen fest verankert. Und so stimmt uns alle auch der Terrorangriff von Wien nachdenklich, denn dieser Angriff auf Menschenleben war auch ein Angriff auf unsere Werte, unsere Freiheit und unsere Demokratie. In rot-weiß-roter Solidarität bekräftigen wir den Zusammenhalt in unserem Land und nehmen Anteil am Geschehenen. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und deren Familien. Und gemeinsam werden wir auch die Corona-Pandemie überstehen. Mit Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein für unser Land und unsere Leut`. Gemeinsam.“
Landeskommandant Major Thomas Saurer
 
Unser Landeskurat, Pfarrer Mag. Martin Ferner, hat für die morgigen Totengedenken in unserem Land folgendes Gedicht von Martin Gutl gewählt und lädt ein — eben im Stillen — es als gemeinsames Gebet zu lesen, zu sprechen, es weiterzugeben:
 
Wenn Gott uns heimführt aus den Tagen der Wanderschaft, 
uns heimbringt aus der Dämmerung in sein beglückendes Licht, 
das wird ein Fest sein!
 
Da wird unser Staunen von neuem beginnen.
Wir werden Lieder singen, Lieder, die Welt und Geschichte umfassen.
Wir werden singen, tanzen und fröhlich sein:
 
Denn er führt uns heim:
aus dem Hasten in den Frieden
aus der Armut in die Fülle.
 
Wenn Gott uns heimführt, das wird ein Fest sein.
Wir werden einander umarmen und zärtlich sein.
Den Verirrten werden die Binden von den Augen genommen. Sie werden sehen.
 
Die Suchenden finden endlich ihr Du.
Niemand quält sich mehr mit der Frage „Warum?“.
Wenn Gott uns heimführt, das wird ein Fest sein.
 
Ein Fest ohne Ende.
 
Martin Gutl 

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Autor: Haider Alexander
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