Als ursprüngliche Fraktion von Amras entwickelte sich Pradl bis heute zum größten Stadtteil der Landeshauptstadt Innsbruck, in die es 1904 eingemeindet wurde. Vor Gründung der Standschützenkompagnie im Jahr 1840 waren alle wehrfähigen Männer von Pradl verpflichtet, sich bei Aufgeboten in Amras zu melden. Mit Genehmigung durch allerhöchste Entschließung von Kaiser Franz Josef I. erhielt die Kompanie 1884 ihre neuen Statuten mit der Berechtigung zur Abhaltung der Schießübungen am Schießstand Aldrans und einer genauen Beschreibung der „Uniformierung“ (graulodene Schützenjoppe, kurze Beinkleider und Zillertalerhut). Seit 1885 war der offizielle Name „K.K. Schützengesellschaft Pradl - Standschützencompagnie Erzherzog Ferdinand Karl“. Bei der Verteidigung der Südgrenze des Landes Tirols im 1. WK leisteten freiwillige Pradler Schützen Kriegsdienst. Als Standschützenkompagnie ist den „Pradlern“ neben der Traditionspflege bis heute insbesondere die Pflege des Schießsports ein großes Anliegen