Tirol Lexikon

SK Silz
Josef Marberger Schützenkompanie Silz

Egger führt in seiner »Geschichte Tirols« an, dass bereits im Jahre 1460 eine „Stachel und Feuerbüchsengesellschaft“des Gerichtes Petersberg mit Sitz in Silz existiert hat.
Weitere Aufzeichnungen über Ausrückungen sind im Zusammenhang mit den Venezianerkriegen zu finden.

(1487, 1509 - 1516). Als im Jahre 1499 die Schweizer durch das Münstertal in Tirol einfielen, versuchten die Silzer Männer den Vinschgauern zu Hilfe zu kommen.

 Im Jahre 1525 gelang es Michael Gaysmayr, den Aufstand auch im Gericht Petersberg zu mobilisieren.

 Gegen die Einfälle der Schmalkalder (1546 - 1554) rückten die Silzer Männer - Archivberichten zufolge - nur widerstrebend aus. Zur Verteidigung gegen die Schweden ist der Silzer Landsturm 1632 bei der Ehrenburger Klause eingesetzt. Beim Einfall der Heiduken in unsere Heimat (1694) stellten die Silzer Schützen voll ihren Mann. Sie schützten damals auch die Einwohner von Haiming vor Übergriffen durch die Eindringlinge. Beim Einfall der Bayern ist der Silzer Landsturm im Jahre 1703 in Zirl eingesetzt. [m Feldzug gegen die Franzosen musste das Silzer Schützenkorps hohen Zoll leisten (1797). lm Jahre 1799 mussten die Petersberger Schützen an die Schweizer Grenze (Martinsbruck, Nauders) ausrücken. 140 Silzer Männer waren   1805 an dem Schanze in Scharnitz eingesetzt.

 Von 1805 - 1809 war der Silzer Schiessstand Sammelpunkt jener Männer, die ein freies Tirol im römisch-deutschen Reich wünschten. Josef Marberger hatte in den Jahren zuvor das Schützenwesen vorbildlich aufgebaut. Im Jahre 1829 veranlasste Ernst Graf Wolkenstein die Neugründung des Schützenvereines St. Petersberg.

 Zwischen den Jahren 1848 und 1866 waren die Silzer Schützen zur Grenzsicherung gegen Italien im Einsatz.

 Während des ersten Weltkrieges verteidigten sie ruhmvoll die Südgrenze unseres Heimatlandes.

 Erst nach dem verlorenen Weltkrieg (1923) konnte das Schützenwesen wieder reorganisiert werden.

 Im zweiten Weltkrieg (zwischen 1944 und 1945) wurden Standschützen von Silz zum Einsatz nach Trient und an den Fernpaß beordert. Eine weitere Neuorganisation des Schützenwesens erfolgte dann wieder 1948.

 Einer ihrer grössten Söhne, dem Schützenmajor Josef Marberger schufen die Silzer Schützenkameraden im Jahre 1971 am Schulplatz von Silz ein würdiges Denkmal. Zum Andenken dieses Freiheitskämpfers beschloss die damalige Kompanieführung im Jahre 1973, den Namen derSilzer Kompanie in »Josef Marberger Schützenkompanie Silz« abzuändern.

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