Oberländer Schützen ziehen in Stift Stams positive Bilanz und begrüßen neuen Viertelkurat
Mit einer feierlichen Messe am Herz-Jesu-Freitag in der Basilika des Stiftes Stams und der anschließenden Versammlung im historischen Bernardisaal fand Anfang September die diesjährige Viertel- und Regimentsversammlung des Schützenviertels Oberland und des Oberinntaler Schützenregiments statt. Kommandanten, Obleute und Funktionäre aus den Kompanien, Bataillonen, Talschaften und Bezirken des Oberlandes waren der Einladung gefolgt, um auf das vergangene Schützenjahr zurückzublicken und die Weichen für die Zukunft zu stellen
Viertel- und Regimentskommandant Major Hubert Juen zog in seinem Bericht eine erfreuliche Bilanz. Seit der letzten Versammlung absolvierte er insgesamt 147 Termine und legte dabei rund 12.300 Kilometer im Dienst des Tiroler Schützenwesens zurück. Besonders hervorgehoben wurden die zahlreichen Schützenfeste, Wallfahrten, Schießveranstaltungen sowie die vielfältigen Aktivitäten in den Kompanien, Bataillonen und Bezirken des Viertels Oberland.
Einen besonderen Schwerpunkt bildete das 63. Oberinntaler Regimentsfest in Zaunhof, das Ende Mai abgehalten wurde. Ebenso wurde auf die erfolgreiche Nachwuchsarbeit verwiesen. Beim Landesjungschützenschießen konnten mehrere Oberländer Jungschützen und Jungmarketenderinnen hervorragende Platzierungen erzielen. Auch zahlreiche Bildungs- und Weiterbildungsangebote für Funktionäre, Marketenderinnen und Jungschützen prägten das vergangene Schützenjahr.
Breiten Raum nahmen die Berichte aus den Bezirken, Talschaften und Bataillonen ein. Übereinstimmend wurde von einem aktiven Vereinsleben, gelungenen Veranstaltungen und einer kameradschaftlichen Zusammenarbeit berichtet. Besonders erfreulich entwickelt sich vielerorts die Jugendarbeit, die als wesentliche Grundlage für die Zukunft des Tiroler Schützenwesens angesehen wird.
Ein bedeutender Moment der Versammlung war die Vorstellung des neuen Viertelkuraten. Abt Cyrill Greiter vom Stift Stams erklärte sich bereit, dieses wichtige Amt zu übernehmen und die Schützen des Oberlandes künftig geistlich zu begleiten. Er tritt damit die Nachfolge von Pfarrer Johannes Laichner an, der als Nationaldirektor von Missio nach Wien gewechselt ist. Bereits die von ihm zelebrierte Schützenmesse verlieh der Versammlung einen würdevollen und feierlichen Rahmen. In seiner Predigt ging Abt Cyrill auf das Herz-Jesu-Gelöbnis von 1796 ein, das seinen Ursprung in Stams hat und maßgeblich vom damaligen Abt Sebastian Stöckl mitgetragen wurde. Die Bestellung des neuen Viertelkuraten wurde von den Anwesenden mit großer Freude aufgenommen und als sichtbares Zeichen der Verbundenheit zwischen Kirche und Schützenwesen gewertet.
Auch der Blick in die Zukunft durfte nicht fehlen. Für den Herbst und das kommende Jahr stehen wiederum zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm, darunter das Vierteljungschützenschießen in Umhausen/Tumpen, die Gesamttiroler Schützenwallfahrt in Absam, die Offiziersausbildung im Bildungshaus St. Michael sowie das 64. Oberinntaler Regimentsfest 2027 in Vils
Zum Abschluss dankte Major Hubert Juen allen Funktionären, Schützen, Marketenderinnen und Jungschützen für ihren Einsatz und ihre Treue zur Sache der Tiroler Schützen. Die Versammlung machte einmal mehr deutlich, dass das Motto des Schützenviertels Oberland, „Miteinander für unsere Heimat“, nicht nur ein Leitspruch ist, sondern im gesamten Oberland gelebt wird.

