Tirol Lexikon

Tiroler und Salzburger Schützen erwiesen Erzbischof Dr. Franz Lackner die Ehre

von | Juli 6, 2026 | Viertel Unterland

Festakt zum 35-jährigen Priesterjubiläum und Auftakt der Feierlichkeiten zum 70. Geburtstag

Am Hochfest der Geburt des heiligen Johannes des Täufers, dem 24. Juni 2026, feierte die Erzdiözese Salzburg das 35-jährige Priesterjubiläum ihres Erzbischofs, Dr. Franz Lackner. Gleichzeitig bildete dieser Festtag den feierlichen Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich seines bevorstehenden 70. Geburtstages.

Für die Tiroler Schützen war es eine besondere Auszeichnung, an diesem Festakt mitwirken zu dürfen. Die Schützenkompanie Pillersee stellte gemeinsam mit den Kameraden der Schützenkompanien Waidring und Fieberbrunn die Ehrenkompanie für den Tiroler Teil der Erzdiözese Salzburg. Das Kommando führte Hauptmann Wolfgang Wörgötter.

Ein eindrucksvolles Bild boten auch die anwesenden höchsten Feldzeichen der Bataillone Wintersteller und Kufstein, die Regimentsstandarte Zillertal sowie die höchste Standarte des Schützenviertels Unterland, die Viertel-Jungschützenstandarte. Das Gesamtkommando des Tiroler Aufgebotes lag in den Händen von Viertelkommandant Major Manfred Schachner.

Den Salzburger Teil der Feierlichkeiten gestalteten die Historischen Prangerschützen St. Koloman, welche von Hauptmann Johann Wallmann kommandiert wurde, sowie die Trachtenmusikkapelle St. Koloman, unter der Leitung von Kapellmeister Christoph Oberascher. Das Gesamtkommando des Festaktes führte Landeskommandant-Stellvertreter Obrist Albert Planitzer. Weiters nahmen an dem Festakt im alle 6 Bezirksfahnen der Bezirksverbände Salzburgs sowie eine Vielzahl der Salzburger Traditionsverine teil.

Nach dem feierlichen Einzug in den Salzburger Dom zelebrierte Erzbischof Dr. Franz Lackner die Pontifikalmesse. Die Predigt hielt Weihbischof Anton Leichtfried aus der Diözese St. Pölten, ein langjähriger persönlicher Freund des Jubilars. In seiner Predigt würdigte er den priesterlichen Dienst, die menschliche Größe und das segensreiche Wirken des Erzbischofs.

Die Glückwünsche des Landes Salzburg überbrachten Landeshauptfrau Karoline Edtstadler sowie der Erste Landtagsvizepräsident von Tirol Dominik Mainusch. Den feierlichen Abschluss des Gottesdienstes bildete der bischöfliche Segen, den Erzbischof Dr. Franz Lackner den zahlreichen Gläubigen sowie den anwesenden Traditionsverbänden spendete.

Nach dem Auszug aus dem Dom formierten sich die Ehrenkompanien am Kapitelplatz. Mit zwei mustergültig ausgeführten Ehrensalven erwiesen zunächst die Schützenkompanie St. Koloman und anschließend die Schützenkompanie Pillersee dem Jubilar ihre Reverenz. Auf die Ehrensalve der Salzburger Schützen erklang der traditionsreiche Rainer-Marsch, während nach der Ehrensalve der Tiroler Ehrenkompanie der Marsch „Dem Land Tirol die Treue“ gespielt wurde. Beide Musikstücke verliehen dem Festakt einen besonders würdigen und feierlichen Rahmen.
Einen besonderen und zugleich sehr persönlichen Höhepunkt bildete der musikalische Abschluss. Erzbischof Dr. Franz Lackner übernahm selbst den Taktstock und dirigierte die Trachtenmusikkapelle St. Koloman beim Marsch „Mein Heimatland“. Dieser spontane und herzliche Moment wurde von den zahlreichen Anwesenden mit großem Beifall aufgenommen.

Im Anschluss an den Festakt waren die teilnehmenden Traditionsvereine in das Erzbischöfliche Palais zu Speis und Trank eingeladen. Dabei überreichten Landeskommandant Major Thomas Saurer, Viertelkommandant Major Manfred Schachner sowie Viertelkurat Pfarrer Martin Schmid Seiner Exzellenz Erzbischof Dr. Franz Lackner als Geschenk der Tiroler Schützen eine Flasche des traditionellen „Wildschönauer Krautingers“. Mit einem herzlichen Schmunzeln nahm der Erzbischof das Präsent entgegen und bemerkte: „Ich trinke kaum Alkohol, aber dies ist meine Medizin!“ Diese humorvolle Aussage sorgte bei der Geschenksübergabe für große Heiterkeit.

Für die Schützen des Viertels Unterland war die Teilnahme an diesem bedeutenden Festakt eine große Ehre und ein sichtbares Zeichen der engen Verbundenheit zwischen Kirche und Schützenwesen. Mit Stolz und Dankbarkeit blicken die Tiroler Abordnungen auf diesen festlichen Tag zurück und hoffen, das Land Tirol sowie das Tiroler Schützenwesen würdig vertreten zu haben. Der gemeinsame Auftritt in der Landeshauptstadt Salzburg unterstrich einmal mehr die lebendige Gemeinschaft, die Traditionsverbände über Ländergrenzen hinweg verbindet und die gemeinsamen Werte von Glaube, Heimat und Brauchtum sichtbar zum Ausdruck bringt.


Text: Hans Hagsteiner – Schriftführer Viertel Unterland
Bilder: Pfarrer Martin Schmid, EDS-Rupertusblatt-Hiva Naghshi

Copyright: EDS-Rupertusblatt-Hiva Naghshi

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