Das Verbindende vor das Trennende stellen!
Als Landeskommandant des Bundes der Tiroler Schützenkompanien orientiere ich mich an den Grundsätzen und Leitmotiven unseres Verbandes. Dabei ist mir ein klares Bekenntnis zu gegenseitigem Respekt, Wertschätzung und einem konstruktiven Miteinander besonders wichtig.
Für die langjährige und ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Blasmusikverband Tirol bin ich sehr dankbar. Diese Partnerschaft hat sich über viele Jahre bewährt und wird durch zahlreiche gemeinsame Veranstaltungen und Kooperationen stets mit Leben erfüllt. Sie ist ein besonders wertvoller Bestandteil unseres kulturellen und gesellschaftlichen Miteinanders in Tirol.
Gleichzeitig ist es mir ein Anliegen, die Autonomie der jeweiligen Verbände, Vereine und Organisationseinheiten zu respektieren. Weder Einmischungen in die Angelegenheiten des Blasmusikverbandes und seiner Musikkapellen noch Eingriffe in die Eigenständigkeit der Schützenkompanien und Gliederungen unseres Bundes entsprechen meinem Verständnis einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Die Autonomie von Verbänden und Vereinen setzt voraus, dass deren interne Regelungen und Entscheidungen respektiert werden, auch wenn sie im Einzelfall unterschiedlich bewertet werden. Und die Verantwortung für Entscheidungen bei einzelnen Veranstaltungen liegt grundsätzlich bei den jeweiligen Veranstaltern vor Ort. Diese Eigenständigkeit gilt es ebenso zu respektieren.
Respektvolles Miteinander und auf Dialog setzen
Ich stehe für Dialog, Offenheit und die Einbindung unterschiedlicher Meinungen. Der Bund der Tiroler Schützenkompanien bekennt sich zu basisdemokratischen Entscheidungsprozessen. Wesentliche Fragen werden nach einem offenen Meinungsbildungsprozess von den Mitgliedern selbst entschieden und die Ergebnisse respektiert. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Diskussionen oft sehr emotional geführt werden, sollten wir alle bemüht sein, Verständnis für unterschiedliche Standpunkte aufzubringen und ein respektvolles Miteinander zu pflegen.
Unabhängig von den jeweiligen Positionen bin ich überzeugt, dass gegenseitiger Respekt und die Bereitschaft zum Gespräch die Grundlage für tragfähige Lösungen bilden. Umso wichtiger erscheint es mir, dass wir auch bei unterschiedlichen Sichtweisen den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen. Deshalb appelliere ich an alle Beteiligten, aufeinander zuzugehen, Brücken zu bauen und den Dialog fortzusetzen. Unser gemeinsames Ziel sollte es sein, das Verbindende vor das Trennende zu stellen und jene Werte zu stärken, die unsere Vereine und unsere Verbände sowie unsere Traditionen und unsere Gemeinschaft seit Generationen prägen.
Mit Tiroler Schützengruß
Major Thomas Saurer
Landeskommandant

