Am 18. und 19. April 2026 führte die diesjährige Klausur- und Bildungsfahrt die Ausschussmitglieder des Viertels Unterland gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern nach Folgaria (Vielgereuth) im Trentino.
Die von Ehrenhauptmann Pepi Ager hervorragend organisierte und durchdachte Reise bot den Teilnehmern zahlreiche eindrucksvolle Einblicke in Geschichte und Landschaft dieser besonderen Region. Nach der Anreise über den Brenner und dem Zimmerbezug stand bereits am ersten Tag eine eindrucksvolle Rundfahrt entlang des ehemaligen Frontverlaufs im südlichen Abschnitt des Ersten Weltkrieges auf dem Programm.
Entlang dieser historischen Linie konnten zahlreiche Gedenkkreuze besichtigt werden, die von Schützenkompanien des Bundes der Tiroler Schützenkompanien errichtet wurden. Ein besonderer Moment war auch der Besuch eines Gedenksteins des traditionsreichen Rainer-Regiments, dem einst auch das Bataillon Kufstein angehörte.

Im Anschluss an diese bewegende Exkursion fand die eigentliche Klausur statt, bei der wichtige Themen – insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende 60-Jahr-Feier des Viertels Unterland – eingehend besprochen wurden. Beim gemeinsamen Abendessen durfte zudem der Landeskommandant des Welschtiroler Schützenbundes, Enzo Cestari, begrüßt werden. In geselliger Runde entwickelte sich ein intensiver und wertvoller Erfahrungsaustausch, der schließlich in einen kameradschaftlichen Abend überging.
Am darauffolgenden Tag stand mit der Besichtigung des Werkes Gschwent, von den Italienern als Forte Belvedere bezeichnet, ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm. Die Festungsanlage bei Lavarone zählt zu den größten und am besten erhaltenen Sperrwerken des Trentinos aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie. Errichtet zwischen 1909 und 1912, vermittelt sie bis heute einen eindrucksvollen Einblick in die militärische Architektur und Geschichte jener Zeit.

Die Rückreise führte schließlich durch das Valsugana-Tal und entlang des Caldonazzosees zurück in den nördlichen Teil des historischen Tirols.
Ein besonderer Dank gilt Ehrenhauptmann Pepi Ager für die ausgezeichnete Organisation dieser gelungenen Reise, die allen Teilnehmern viele bleibende Eindrücke und wertvolle Erinnerungen beschert hat.


